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Umgebung und Wirtschaft

Romantische Stadtmauern und verwunschene Wälder, malerische Dörfer, sowie traumhafte Sandstrände charakterisieren diese Region im Herzen Italiens, die von der Adria begrenzt und hauptsächlich von der Gebirgslandschaft der Apenninen geprägt ist. Mit dem knapp 3000m hohen Gipfel des Gran Sasso, des Gebirgsmassivs der Majella Berge, sowie der Küste, lässt sich eine abwechslungsreiche Landschaft entdecken.
Landwirtschaft wird vorzugsweise auf den Hügeln der Ausläufer der Apenninen betrieben, die in Richtung Meer ausgerichtet und somit in stärkerem Maße von dessen Klima beeinflusst sind. Getreide, Kartoffeln, Weintrauben, Oliven und anderes Obst und Gemüse sind die am häufigsten angebauten Produkte. An dieser Stelle sei ebenfalls Safran genannt, dessen Anbau in den letzten 50 Jahren wieder aufgenommen wurde.
Zahlreiche künstlich angelegte Seen, die unter anderem zur Energiegewinnung dienen, sind in den Bergen der Apenninen vorzufinden. Industrie ist vor allem in der Region um Pescara und Chieti angesiedelt.



Geschichte

Die historischen Wurzeln der Abruzzen reichen bis weit in die Vergangenheit zurück. Die ersten Spuren italienischer Zivilisation (Equi, Frentani, Marsi, Marrucini, Peligni, Sanniti, Vestini) berichten von der Verbündung selbiger Volksgruppen gegen die Römer (Corfinio, 91 v. Chr.). In diesem Zusammenhang wurde auch erstmals das Adjectiv „Italica“ im politischen Sinne gebraucht. Symbol dieses historischen Abschnittes ist der Krieg von Capestrano. Eine Statue, welche im vierten Jahrhundert n. Chr. erbaut wurde, stellt die Ikone dieser heroischen Zeit dar. Mit der Besetzung durch die Normannen und Bourbonen wurden neue kulturelle Impulse eingebracht, die v. a. im Bereich Architektur zu einer Mischung verschiedener Stile führte, die bis heute in einzigartigen Bauwerken zu bewundern sind.
Zur Zeit der Wiedervereinigung Italiens im Jahre 1850 litt die Region sehr unter der starken Unterdrückung durch die Piemontesen (Norditaliens). Um 1900 setze eine starke Auswanderungswelle ein. Sämtliche Häuser wurden meist ohne Nachfolger zurückgelassen, sodass heute vielerorts intakte, altertümliche Gebäude und Burgen vorzufinden sind, die eine Vergangenheit reich an Traditionen bezeugen.



Außergewöhnliches

Die Abruzzen stellen die meist geschützte Region Italiens dar. Insgesamt 28% der Gesamtfläche gehören zum Nationalpark, darunter der des Gran Sasso, der Monti della Laga, Maiella; sowie der Regionalpark Sirente-Velino.
Charakteristisch für dieses Gebiet sind ebenfalls mittelalterlichen Ortschaften, die bekannte Künstler wie M.C. Escher, zu ihren Kunstwerken inspirierten.
In dieser Region sind weiterhin vorzufinden: Calderone, der südlichste Gletscher Europas, Rocca di Cambio, das höchstgelegene Dorf Italiens; sowie der Corno Grande, höchster Gipfel des Gebirgsmassivs der Apenninen.
Das Gemälde „La Veronica“ (oder auch das heilige Gesicht von Manoppello) wird als „wahre Ikone“ Jesus Christus aufgefasst. Es ist im Jahre 1600 n. Chr. auf mysteriöse Weise aus dem Petersdom verschwunden und tauchte Jahrhunderte später in der Kirche zu Manoppello wieder auf.



Ausflugsziele

L'Aquila – - Es empfiehlt sich ein Besuch der Basilika Santa Maria di Collemaggio in welcher man die Gebeine des ehemaligen Papstes Celestino V, sowie die heilige Pforte findet. Diese Pforte stellt neben der Institution Roms die einzige Möglichkeit dar, während der letzen Augustwoche, zur Zeit der Perdonanza Ablass zu gewähren. Die spanische Burg die auf den spärlichen Resten der aus dem 16 Jhd. stammenden kleinen Festung erbaut wurde, ist heute Sitz des nationalen Museums der Abruzzen und enthält ebenfalls eine paläontologische Ausstellung. Sehenswert ist weiterhin der Brunnen mit den „99 Cannellen“, benannt aufgrund der 99 Köpfe, welche Wasser von den Wänden in den Brunnen speien und an die 99 Burgen, die ehemals das Stadtbild prägten, erinnern soll.

Erwähnt sei ebenfalls die „Grotte di Stiffe“, welche durch einen unterirdischen Bach entstand, und von kleinen Seen und Kaskaden, sowie Stalagmiten und Stalaktiten geprägt ist.

Navelli – - Berühmt für die Produktion von Safran, der als Gewürz für diverse Soßen, nicht nur der abruzzesischen Küche dient. Das Dorf ist im typisch mittelalterlichen Stil erbaut und wird vom mächtigen Palast der Santucci aus dem 15 Jhd. überragt.


Fossa - Auch als Stonehenge der Abruzzen bezeichnet, findet man im Tal Subequana, wo Nekropole aus dem 8. bis 7. Jahrhundert v. Chr. erhalten sind. Einen Besuch wert ist ebenfalls die Kirche Santa Maria ad Cryptas, welche 1250 n. Chr. im gotischen Stil erbaut wurde und einen einzigartigen Freskenzyklus beinhaltet.


Popoli - Dominiert von den Ruinen der mittelalterlichen Burg, enthält dieses Dorf wichtige Monumente in dessen historischem Zentrum..

Bolognano -Dieses mittelalterliche Dorf liegt auf einer Anhöhe des Tales „Orta“ inmitten eines Naturreservats und wird vom Palast des Barons Baroni Durini umgrenzt. Der das Tal durchfließende Fluss bietet zudem die Möglichkeit Kayak zu fahren..

Salle -Die Burg wird derzeitig als Museum genutzt, in welchem Gemälde, Möbel, mittelalterliche Waffen, sowie Alltagsgegenstände der Familie des Barons von Jehova ausgestellt sind. Seit 350 Jahren werden in Salle Saiten für Streich- und Zupfinstrumente hergestellt und in alle Welt exportiert

Caramanico Terme - Ist berühmt für sein Mineralwasser und Thermalbad. Sehenswert ist ebenfalls die romantisch-gotische Kirche Santa Maria Maggiore aus dem 15. Jhd.. Das Gebiet gehört zum Naturreservat „Valle dell’Orfento“ dessen Landschaftsbild von Lichtungen, Buchenhainen und steinigen Abschnitten gekennzeichnet ist. Es bietet Lebensraum für Bären, Hirsche, Adler und Füchse..


Pacentro - Im Nationalpark von Majella am Hang des Hügels Morrone gelegen. Das historische Zentrum umrahmt das mittelalterliche Kastell, welches mit seinen beiden zur Besichtigung freigegebenen Türmen ein großartiges Bauwerk darstellt.


Sulmona - Neben den Überresten antiker Mauern, ist die Ruine von Santuario von Ercole Curino aus dem 200. Jhd. v. Chr. besonders sehenswert. Von großem Wert sind ebenfalls ein gut erhaltener Teil eines Aquäduktes aus dem 1200. Jhd, sowie andere mittelalterliche Zeugnisse, die in den Kirchen S. Panfilo, S. Maria della Tomba und in der Einsiedelei von S. Onofrio zu finden sind..

Il mare - Die 130 km lange, abruzzesische Küste an der Adria ist von typisch mediterraner Vegetation und hohen, zerklüfteten Klippen geprägt.


Francavilla al mare - wo man den abruzzesischen Karneval im Februar feiert;
Ortona - mit seinem aragonesischen Schloss;
Rocca S. Giovanni – Schmetterlingsgrotte;
Il porto turistico di - Fossacesia;
Torino di Sangro - Biotop der Steineichen
Vasto (Antica Histonium) – mit dem Naturreservat „Punta d'Erce“ und einer römischen Therme